Scheinbar geht das – ich bin durch diesen Blog darauf gestoßen…
Design Update
So – mal wieder ein neues Gewand für die Seite … ein wenig mehr Farbe war einfach nötig
Sasha in Pure Imagination
Da braucht’s nicht mehr als ein Video …
Update Edelrid Sigwa
Auch nach mehreren Wochen Gebrauch scheint sie die Sohle des Schuhs nicht stark zu verändern – sie bleibt einfach zu steif. Für gemütlichere Kletterei ist der Schuh dafür beinahe zu stark vorgespannt, vor schweres Bouldern gefällt mir die Sohle nicht. Ich hoffe, Edelrid bringt bald bessere Sohlen zustande damit die Schuhe dann auch “passen”.
Die Form des Schuhs hat sich nun nicht großartig verändert, bloß sind meine Füße nun nach längeren Bouldersessions im Schuh leicht violett ![]()
Testbericht: Kletterschuhtest Edelrid Sigwa
Edelrid tauchte auf meinem Equipement-”Radar” vor über 2 Jahren auf, als ich auf der Suche nach einem neuen Klettergurt war. Leider wollten mir die Gurte von Edelrid aber nicht passen – zu mindest diese nicht, die ich zum Probieren ausfindig machen konnte bei den Händlern in meiner Umgebung.
Nun habe ich von den bergfreunden einen Edelrid Sigwa zum Testen bekommen. Die Vorzeichen standen etwas ungünstig, da in der Kletterhalle in Fürstenfeld alle Boulder rausgeschraubt worden waren. So mussten mal schnell ein paar Boulder geschraubt werden für den Test.
Der Sigwa ist ein brandneues Modell von Edelrid, welches erst heuer in Friedrichshafen auf der Outdoor präsentiert wurde. Laut den diversen Foren und Blogs stellt er eine Kombination vom Edelrid Raven und Typhoon dar – die Sensibilität des Typhon und die Eigenschaften für Leisten bzw. kleine Tritte vom Raven.
Erster Eindruck
Der erste Eindruck vom Schuh war … oh hübsches Lila – doch das Damenmodell bekommen ![]()
Natürlich nicht – aber der Rist ist sehr nieder geschnitten und dürfte somit auch für viele Damen interessant sein. Allerdings dürfte der Schnitt des Fersenbereichs für manche dennoch zu Problemen führen, da diese sehr aggressiv geformt ist.
Dann kam allerdings auch schon der erste Schock für mich:
Am oberen Velcro ist ein deutlicher Spalt zwischen Klettband und Stoff – nachdem mir erst im Frühjahr ein Velcro an einer Softshell nach diesem Symptom kaputt gegangen war, kamen mir ein wenig die Zweifel, ob das nicht Produktionsfehler ist. Jedoch war der Velcro auch beim 2.Paar in kleinerer Größe gleich gemacht. Meine bessere Hälfte bemerkte dann auch gleich, dass der Stoff auf dem Velcro sauber mit dem Klettband vernäht ist und nicht nur geklebt wie bei meiner Softshell – Diese Verbindung sollte also halten.
Verarbeitung & Material
Nachdem der erste Schock überstanden war, wurde klar, dass der Schuh sich gut anfühlt – in den Händen und am Fuß. Alle Nähte im Schuhinnenraum sind sauber vernäht, nichts steht hier ab. Auch beim Anziehen des Schuhs dass der Innenraum keinerlei Unebenheiten bietet, an denen man sich aufreiben könnte.
Das Obermaterial der “Lasche” ist ein dehnbares Synthetikgewebe, dass sich ebenfalls sehr gut dem Fuß anpasst. Das Reinschlupfen ist angenehm, den Schuh allerdings über die Ferse zu ziehen gestaltet sich schwieriger. Dies war aber auf Grund der Fersenkonstruktion schon zu erwarten, denn diese erinnert ein wenig an die Variante von Boreal.
Ist man dann mal im Schuh drinnen, passt er wie angegossen. Die Verarbeitung des Schuhs ist tadellos.
Passform & Größe
Der Sigwa Kletterschuh passt sich wirklich gut an den Fuß – er umschließt ihn ohne Hohlräume. Beim seitlichen Antreten hat man nicht das Gefühl man würde aus dem Schuh rutschen. Wie oben schon erwähnt, ist der Schuh auf Grund seines nierdigen Rists wohl auf für Damen geeignet, legedlich die Ferse könnte Probleme bereiten.
Von der Größe her kann der Schuh beinahe in Straßenschuhgröße bestellt werden, ich würde zu 0,5 bis 1 Größe kleiner raten. Ich trage den Sigwa in Größe 41, meine Straßenschuhgröße ist 42.
Klettern & Bouldern
Gleich zu Beginn merkt man, dass das Antreten mit dem Schuh wirklich Spaß macht – man rutscht kaum bei einem Tritt ab, er frisst sich an jedem noch so kleinen Tritt fest. Auf kleinen und großen Tritten kann man sauber spüren woran man ist – man spürt den Trittpunkt sehr gut. Durch die Vorspannung fühlt man sich in fetten Überhängen mit dem Schuh richtig wohl. Auf Grund seiner Vorspannung wuerde ich den Schuh ohnehin nicht zum Plattenschleichen empfehlen – vor allem, da ich das Gefühl hatte, dass der Schuh nicht so richtig hält bei Reibungstritten. Mir ist es Anfangs ein paar Mal passiert, dass der Schuh abgerutscht ist. Wenn der Schuh wärmer wird – und sich wohl ein wenig dehnt – ändert sich das Verhalten und Reibungstritten bleiben besser dort wo sie gesetzt wurden. Von dem her sollte man den Schuh wohl nur eine halbe Nummer unter seiner Straßenschuhgröße kaufen.
Bei Toehooks bin ich sehr zufrieden mit dem Schuh – sie bleiben gut an dem Fleck wo man sie setzt. Bei Heelhooks hatte ich anfangs das Gefühl, dass Luft in der Ferste wäre. Hier hat sich der Schuh aber wohl inzwischen angepasst bzw. scheint dieses Verhalten sich bei längerem Tragen auch zu verbessern. Inzwischen muss ich sagen, dass auch Heelhooks recht ordentlich halten – an einen La Sportiva Solution kommt die Hook-Performance dennoch lange nicht ran.
Fazit
Der Sigwa ist für mich ein angenehmer Schuh. Es ist zwar nicht so einfach ihn in reinzukommen, allerdings kenne ich das schon vom La Sportiva Solution. Auf kleinen Leisten steht es sich sehr gut und man spürt diese gut, im Überhang kann man mit dem Schuh sehr gut ziehen. Seine Vorspannung und Form begünstigen das sehr. Bei Reibungstritten wirkt die Zehenbox etwas steif. Hier scheint mir der Schuh nicht ganz so optimal – es wird zwar umso besser desto länger man den Schuh trägt, aber für Plattenschleichen ist er wohl auch der falsche Wahl. Die Verarbeitung des Schuhs ist tadellos, auch wenn so manche Velcro einen anderen Eindruck beim ersten Anblick vermittel.


